«Proberaum Zukunft» ist ein Gesellschafts- und Theaterprojekt, das Räume schafft, in denen Menschen Zukunft nicht nur denken, sondern real erproben. Das Markenzeichen der Gruppe sind ihre Pre-Enactments – künstlerische Antizipationen von zukünftigen politischen Ereignissen –, in denen das Publikum gemeinsam mit Politikerinnen und Expert:innen zu Akteur:innen der Geschichte wird und wegweisende Entscheidungen treffen muss. Die 2017 gegründete Gruppe verwirklichte Projekte u.a. an den Bühnen Bern, der Bühne Aarau, dem Stapferhaus, dem Collegium Helveticum, dem Theater Neumarkt oder dem Zürcher Theater Spektakel.
Gründer:innen
Eneas Nikolai Prawdzic (*1989 in Zürich) ist aktueller Künstlerischer Leiter von Proberaum Zukunft. Seine jüngste Regiearbeit Violenza 2025 in Co-Regie mt Michiel Vandevelde und Pankaj Tiwari am steirischen herbst in Graz wurde 2026 zu den Lessingtagen in Hamburg eingeladen und am Thalia Theater gezeigt. Die Arbeit über den weltweiten Rechtsrutsch beschrieben die Salzburger Nachrichten als „ein starkes, phasenweise kaum erträgliches Mahnstück“. Prawdzic dramaturgische Arbeit umfasst Kollaborationen mit Franz-Xaver Mayr, Julia Skof, Brandy Butler, Boris Nikitin, Jonas Staal, Julia Reichert, Tine Milz, Hayat Erdoğan, Felix Rothenhäusler, Leo Hofmann, Johanna Benrath, Florian Malzacher, Maximilian Hanisch, Cy Linke uvm. Bevor er sich dem Theater zuwendete, engagierte er sich im Feld der Politik und war unter anderem als Mediensprecher und Kampagnenleiter tätig. Der politische Hintergrund prägte sein Verständnis von Theater als Reflexions- und Möglichkeitsraum, in dem – wider die desillusionierende Gegenwart – erstrebenswerte Zukünfte erprobt werden können. Er studierte Soziologie an der Universität Zürich und an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste.
heute über morgen
Die AarauAG®
Die Jahrtausendflut
The Ministry for the Future
Die Vermählung
Schweizer Revolution
Sarah Verny (*1987 in Zürich) schloss 2019 nach dem Bachelor- auch das Masterstudium Theaterpädagogik an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ab. Mit dem Kollektivabschlussprojekt «ifwe – Institut für Welterklärungen» gewann sie 2013 für das Rahmenprogramm des Festivals Blickfelder – Künste für ein junges Publikum den Förderpreis, welchen die ZHdK für herausragende Abschlussprojekte vergibt. Sie assistierte an der Schaubühne Berlin, leitete in der Spielzeit 2015/2016 die Theaterpädagogik am Konzert Theater Bern und arbeitet seitdem freiberuflich für verschiedene Deutschschweizer Theaterinstitutionen u.a. für das Zürcher Schauspielhaus, Konzert Theater Bern und das MAXIM Theater. Ausserdem unterrichtet sie Auftrittskompetenz, Theater und Storytelling an verschiedenen Schulen in der Deutschschweiz und ist seit 2017 Co-Leiterin der Voyeure Zürich.
heute über morgen
Die AarauAG®
Schweizer Revolution
Die Vermählung
Marcel Grissmer (*1983) ist Theater- und Kunstvermittler, Theaterpädagoge und Regisseur. Er studierte u.a. an der ZHdK und schloss dort mit einem BA und MA in Theaterpädagogik ab. Von 2015 bis 2017 leitete er das Junge Theater Solothurn. Von 2017-2021 leitete er die Abteilung Vermittlung an der Gessnerallee Zürich. Seit der Spielzeit 22/23 ist er Co-Leiter des Theater Stadelhofen. Er ist Mitbegründer des Künstler*innenkollektivs Neue Dringlichkeit und ausserdem realisiert er ab 2019 mit der Gruppe SHIFT die Dreijahresförderung des Aargauer Kuratoriums «Szenotop».
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Die Vermählung
Team
Dramaturgie und Produktionsleitung
Daniel Riniker Daniel Riniker (*1993, Zürich) ist Theaterschaffender und Absolvent des Studiengangs Transdisziplinarität in den Künsten an der ZHdK; zuvor studierte er Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Zürich. Seine Arbeit fokussiert auf theatrale Formate jenseits klassischer Bühnen, u. a. in Projekten wie #BigDreams, KKKK und stick around. Bereits 2013 bis 2016 arbeitete er bei den aus dem HORA-Theater hervorgegangenen Theateramatören, die Theater für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung machen.
Von 2018 bis 2024 leitete er die AG Theater Rämibühl. 2020 gründete er mit Sabina Aeschlimann, tobibi bienz und Benjamin Burger das U-Kollektiv und initiierte das Kunst- und Aktivismusprojekt #BigDreams, koproduziert vom Theater Neumarkt und gezeigt u. a. im Helmhaus Zürich, im Walcheturm und in der Zentralwäscherei. 2022 startete er mit der Kulturpublizistin Giulia Bernardi das Recherche- und Vermittlungsprojekt «KKKK» zu NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgütern in Zürich und Winterthur. Im Moment ist er als künstlerischer Co-Leiter der Interkulturellen Programmwochen, Dramaturg und Produktionsleiter für verschieden Projekte tätig und studiert ab Herbst 2026 Rechtswissenschaften an der Universität Bern.
Team-Mitglieder laufender Projekte
Maude von Giese Ausstattung, "Die Allianz der letzten Demokratien"
Eva Willenegger Ausstattung, "DIE JAHRTAUSENDLFUT"
Baschi Aeschlimann Technische Leitung, DIE JAHRTAUSENDFLUT